Winterjazz 2018
Bands / Musiker

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Leidinger-Foto Gerhard Richter_Gille-Foto Bernd Freundorfer_Arends-FotoUschi Siebauer

Leidinger © Gerhard Richter _ Gille © Bernd Freundorfer _   Arends ©Uschi Siebauer

LEIDINGER / GILLE / ARENDS „TRIO AURORA“
Das frisch zusammengefundene Trio sucht nach neuen Wegen und Freiheiten innerhalb selbst erschaffener Strukturen. „Aurora“, die poetische Bezeichnung für „Morgenröte“, steht dabei metaphorisch für das „ewig Neue“ – ein ständiges Entstehen und wieder Vergehen – und das Zelebrieren des Lebens aus der Inspiration des Augenblicks. Dabei wird bewusst auf das „sichere“ Fundament eines Kontrabasses verzichtet, so dass sich neue Möglichkeiten des Ausdrucks ganz organisch ergeben.
In dieser spannenden Formation treffen drei starke Musikerpersönlichkeiten aufeinander und verschmelzen zu einer Einheit. Saxophonist Sebastian Gille ist 2017 von Hamburg nach Köln gezogen und wird von der Fachpresse als „einer der ausdrucksstärksten Saxophonisten unserer Zeit“ bezeichnet. Pianist und Komponist Lucas Leidinger ist Preisträger des Horst-und-Gretl-Will-Stipendiums für Jazz und improvisierte Musik der Stadt Köln 2016 und ist genau wie der sehr umtriebige Schlagzeuger Fabian Arends schon seit Jahren fest in der Kölner Jazzszene verwurzelt. //  Lucas Leidinger (p), Sebastian Gille (sax), Fabian Arends (dr)

 

 

Tobias Weindorf Trio_© Herbert Herzog

Tobias Weindorf Trio © Herbert Herzog

TOBIAS WEINDORF / GUNNAR PLÜMER / PETER WEISS
Der Kölner Jazzpianist Tobias Weindorf hat sein Trio mit zwei renommierten Musikern der deutschen Jazzszene besetzt. Bassist Gunnar Plümer und Schlagzeuger Peter Weiss spielten gemeinsam mit internationalen Jazzgrößen wie Randy Brecker, Lee Konitz, Kenny Wheeler, John Taylor, Charlie Mariano und Benny Bailey. Mit ihrem von vielen Fans und Musikern als Kultband angesehenen Trio Engstfeld / Plümer / Weiss standen sie viele Jahre auf den bedeutenden europäischen Festivalbühnen. Über Duo- und Quartett-Projekte mit seiner Frau – der Saxophonistin Kristina Brodersen – hinaus spielte Tobias Weindorf mit Musikern wie Ack van Rooyen, Fay Claassen, Thomas Stabenow, Klaus Osterloh und Paul Heller. Mit seinen Kompositionen, die Tobias Weindorf speziell für dieses Trio geschrieben hat, gehen Weindorf, Plümer und Weiss gemeinsam neue musikalische Wege. // Tobias Weindorf (p), Gunnar Plümer (b), Peter Weiss (dr)

 

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Nano Brothers

NANO BROTHERS – MAGNIFIED MUSIC
Weit herangezoomt, nehmen die Nano Brothers die Wunderwelt der Musik unter die Lupe. Mit aller Erfahrung, aber ohne Plan gehen sie los. In der Echtzeit liegt die Kraft. Vor den Ohren der Zuschauer finden sie Schönheit und Abgründe und verraten nebenbei viel über sich selbst. Hinter dem Logo „Nano Brothers“ steckt die Maxime, mit winzigen Ideen zu arbeiten und daraus legoartig Welten zu bauen. „Improvisation ist hier kein Selbstzweck, sondern eine aus dem spontanen Moment geborene Notwendigkeit, die auch Äußerungen zulässt, die überhaupt nicht improvisiert klingen. Friedrich und Ludwig kommen ja auch nicht per se aus der frei improvisierten Musik, sondern öffnen sich vor einem Background von Jazz und Klassik, Melodie und Harmonie immer mehr in Richtung Improvisation. Das macht ihre Musik bei aller Abstraktion so greifbar.“ (Wolf Kampmann) // Johannes Ludwig (sax), Jürgen Friedrich (p)

 

 RainerBoehm ©JoachimGern

Rainer Boehm ©Joachim Gern

RAINER BÖHM STANDARD TRIO
Die drei Musiker sind in Köln und über Köln hinaus keinesfalls Unbekannte. Als international gefragte Sidemen und mehrfache Preisträger haben sie sich einen Namen rund um den Erdball erspielt. In diesem Projekt spielen sie – ganz unprätentiös – Kompositionen aus dem „Great American Songbook“ und bringen zu Gehör, was sich normalerweise hinter verschlossenen Türen im Proberaum ereignet. Freiheit und Improvisationsfreude bei der gänzlich unarrangierten Vorlage stehen hierbei im Vordergrund und versprechen einen spannenden Abend voller überraschender Momente. //  Rainer Böhm (p), Christian Ramond (b), Jonas Burgwinkel (dr)

 

Jarry Singla ©Jennifer Braun

Jarry Singla ©Jennifer Braun

JARRY SINGLA TENDU – PIANO SOLO
Der deutsch-indische Klavierindividualist Jarry Singla ist seit jeher ein Grenzgänger zwischen den unterschiedlichsten musikalischen Welten. Er mag am Jazz geschult sein, in seinen Kompositionen hat er sich stets als neugieriger Freigeist erwiesen. Das kommt in Hybriden zwischen Jazz, Experimental Art und Folktradition zum Ausdruck, bei denen Singla gerne die Begegnung mit Musikern von ganz anderem Naturell sucht, aber auch in seinen filigranen Improvisationen.
Die vergangenen vier Jahre verbrachte Jarry zunächst in der indischen Megalopolis Mumbai, um von dort nahtlos in die Andenmetropole La Paz überzusiedeln. Vor wenigen Monaten nach Köln zurückgekehrt, bringt er nach Konzerten mit der HR Bigband und Markus Stockhausen nun sein neues Klaviersoloprogramm in den Stadtgarten. Wunderbare Klanggebilde, in denen komponierte und improvisierte Passagen ineinanderfließen wie lichte Wolken, inspiriert durch die Anmut bolivianischer Caporales-Tänze, durch die pulsierende Lebensenergie indischer Großstädte, durch die Weite der andinen Bergwelt und durch die spirituelle Ausstrahlung. // Jarry Singla (p)

 

Matthias Strucken ©Marc Brenken

Matthias Strucken ©Marc Brenken

CON MUCHO GUSTO                               Es wird heiß: kubanische Rhythmen, karibisches Flair, mitreißende Songs und prickelnde Sounds. Das alles vereint die Band Con Mucho Gusto und verspricht ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Bandleader, Arrangeur und Komponist Matthias Strucken spielt Vibraphon – ein Instrument, das in der lateinamerikanischen Musik eher selten verbreitet ist. Er verleiht der Band mit dem Vibraphon-Sound eine ganz spezielle Note: mal spielt er das Instrument perkussiv, mal setzt er es als schwebende Klangfarbe ein und bildet Klangflächen, die wie sanfte Farbtupfer einen Kontrast zu den treibend-erdigen Latin-Grooves bilden. Alfonso Garrido ist Percussionist bei den „heavytones“ und bekannt für seine hochenergetischen Soloeinlagen auf den Congas und seine sprühende Spielfreude auf der Bühne. Schlagzeuger Ralf Gessler ist einer der wichtigsten Sidemen der Jazzszene. Latin-Virtuose und Komponist Andreas Schnermann am Klavier, Matthias Nowak am Bass – beides sehr gefragte und gestandene Profi-Musiker, die sich ihre Sporen in der deutschen Musikszene verdient haben. // Matthias Strucken (vib), Andreas Schnermann (p), Matthias Nowak (b), Alfonso Garrido (perc), Ralf Gessler (dr)

 

Joscha Oetz

Joscha Oetz

PERFEKTOMAT
Unterwegs sein als Bewusstseinszustand – von den letzten 15 Jahren hat der Kölner Kontrabassist und Komponist Joscha Oetz fünf in San Diego, Kalifornien und sieben in Lima, Peru, zugebracht. Vor allem den peruanischen Einfluss kann man sehr deutlich in der Musik hören, die er heute komponiert. Im Projekt PERFEKTOMAT verbinden in einer Traumbesetzung fünf Spitzen-Musiker die Klänge und Rhythmen der Küste Perus mit europäischer Sensibilität. Im Zentrum steht dabei der peruanische Cajon, ein Instrument, das mit Paco de Lucia in den 70er Jahren nach Spanien kam. In den letzten Jahren ist der Flamenco-Cajon hierzulande omnipräsent, ist aber in seiner Original-Form und mit den authentischen peruanischen Rhythmen eher selten zu hören. PERFEKTOMAT entfacht ein Freudenfeuer an vorwärtsweisendem, mitreißendem Jazz. Dabei verzaubern die Musiker ihre Hörer mit afro-peruanischer Rhythmus-Finesse, Gelassenheit und Frenetik, mit lateinamerikanischer Leichtigkeit und sensibler Auslotung vielfältiger klanglicher Identitäten. //  Matthew Halpin (ts), Laura Robles (cajón), Norman Peplow (p), Bodek Janke (dr), Joscha Oetz (b)

 

Heiner Schmitz´ Organic Underground © Nadine Targiel

Heiner Schmitz´ Organic Underground © Nadine Targiel

HEINER SCHMITZ’ ORGANIC UNDERGROUND
Organic Underground heißt die Debüt-CD der gleichnamigen neuen Band von Heiner Schmitz, die im Juni 2017 auf dem Label AJazz erschienen ist. Der Jazzkantinen-Saxophonist bildet zusammen mit Luwig Nuss, dem Lead-Posaunisten der WDR-Bigband, eine organische Einheit, die mal einstimmig, mal mehrstimmig über Schmitz’ gleichermaßen komplexen wie eingängigen Kompositionen schwebt. Organisch sind auch die Klangfarben, die Dirk Schaadt auf seiner Hammond hervorzaubert, auch wenn er hier und da auf einem Minimoog fremdgeht. Angetrieben von Florian Bungardts energetischem Schlagzeugspiel, unterstützt durch Martin Feske an der Gitarre, ist so eine abwechslungsreiche Platte entstanden. //  Heiner Schmitz (sax, comp), Ludwig Nuss (trb), Dirk Schaadt (org), Martin Feske (guit), Florian Bungardt (dr)

 

WYST

WYST

WYST                                                                     Fette Beats, schillernde Sounds und verträumte Melodien … Eine wilde Mischung aus Techno und Jazz. Das ist „wyst“. … wie „Wüste“: Staubiger Boden, der sich in jede Himmelsrichtung bis zum unscharfen Horizont erstreckt; das unendliche Firmament darüber; raue Weitläufigkeit; der ganze trocken- heiße Raum zwischen Boden und Himmel. Diesen Raum findet man zwischen den treibenden Grooves und den flirrenden Sounds von wyst. Ein Raum, in dem alles passieren kann. Ein Raum, in dem eine kleine Melodie so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht wie ein vertrockneter Strauch oder ein vergammelter Autoreifen in der Einöde. // David Heiß (tp + effects), Joel Jaffe (modular synths), Jonas Vollmer (prep. dr)

 

Christine Corvisier ©H.Herthel

Christine Corvisier ©H.Herthel

CHRISTINE CORVISIER TRIO „RECONNAISSANCE“
Das „Christine Corvisier Trio“ besticht durch seinen ganz eigenen Sound. Die Kompositionen und Arrangements der jungen Saxophonistin verschmelzen überbordende Energie und fragile Lyrik zu einem progressiven Modern Jazz par excellence, der Fachpublikum sowie dem Genre ferne Hörer gleichermaßen berührt. Die französische Dame, in Köln beheimatet, begeistert mit ihrem Instrument immer wieder das Publikum durch ihren großen Sound auf dem Tenorsaxophon und ihre Virtuosität, die, gepaart mit einer gewissen femininen Note, ihrer Musik den besonderen Reiz verleihen. „Hier zeigt sich bereits eindrucksvoll ihr großes Talent für das Tenorsaxophon und sie stellt unter Beweis, dass anspruchsvoller und zeitgenössischer Jazz für den Hörer durchaus nachvollziehbar sein kann, sogar Groove haben darf“. (M.Schweingruber) // Christine Corvisier (ts), Sebastian Scobel (keyb), David Andres (b)

 

LA LIBÉLULA OR THE DRAGONFLY

La Libélula or the Dragonfly

LA LIBÉLULA OR THE DRAGONFLY                           Nathan Bontragers Projekt „La Libélula or the Dragonfly“ nimmt uruguayische Volksmusik als Ausgangsmaterial für improvisatorische Entdeckungsreisen. Die vier MusikerInnen kommen aus klassischen, Jazz- und Folklore-Traditionen, und der Raum, den sie gemeinsam erzeugen, lässt sie ihre verschiedenen musikalischen Persönlichkeiten entfalten und darstellen. Uruguayische Sänger und Dichter waren ein wichtiger Bestandteil der „Nueva-Canción“- Bewegung in Lateinamerika in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts und repräsentierten eine besonders starke Strömung von Avantgarde-Performern (wie Jorge Lazaroff und Eduardo Mateo). Das Ensemble präsentiert Songs aus dieser Bewegung, verknüpft mit komponierten und improvisierten Elementen, die sich – wie viele der Original-Lieder auch – zwischen Folk und improvisierter musikalischer Tradition bewegen. // Malena Rivarola (voc), Sabine Akiko Ahrendt (vl), Vladimir Guicheff Bogacz, (guit) Nathan Bontrager (vc)

 

Zuzana Leharová

Zuzana Leharová

ZUZANA LEHAROVÁ QUARTETT
„Aspirin gab’s nicht, da hab ich Dir Zigaretten mitgebracht.“ (Die Simpsons)
Am Anfang war die Geige. Vier Seiten, Bogen, Holz. Vom Zupfen und dem Auf und Ab, dem Klingend-Krächzen, auch Gesanglichkeit erzwingen, dann umswingen. Die rhythmisch-triebhafte Holzigkeit von Trommeln, Klavier, Bass und Geige; die Verbundenheit verknoteter Klangräume schafft Einigkeit und Fremde. Meine Fremde ist gleich meiner Nähe. Entwurzelt der folkloren SlowakHeimat und der nahen Alpenrepublik, gebe ich mich der Illusion hin, in Improvisation/Komposition Brücken und Gerüste zu schaffen, welche mir Boden und Richtung sind. „Bäng – Bäng – Zsch …“ ist ausgeträumt und darf nicht mit. Über die heutige Besetzung freute ich mich schon im Gestern. Muskelspiele auf den Fellen – pulsierend und stockend verblendet in harmonischen Nischen aus schwarzem Flügelschlag auf wolkentiefer Vibration. Im Rheinland nieselt’s. //  Zuzana Leharová (vl), Constantin Krahmer (p), Joscha Oetz (b), Nils Tegen (dr)

 

Malstrom

Malstrom

MALSTROM
Ein wirbelnder Sog, der in einem erloschenen unterirdischen Riesenvulkan verschwindet. Es ist ein ewiges Wechselspiel zwischen dem Abstürzen in die unendliche Tiefe des Meeres und dem Reiz des Risikos, am Rande des Wirbels die Gefahr zu genießen. Sicherheit gibt es in jedem Fall nicht. Fische und anderes Meeresgetier meiden instinktiv die Nähe des Strudels, Menschen hingegen werden immer wieder Opfer ihrer nicht zu bezähmenden Neugier und wagen sich zu nahe heran. „Mit Gitarre, Saxophon und Schlagzeug schaffen Axel Zajac, Salim Javaid und Jo Beyer mehr Farben und Assoziationsräume, als man von der kleinen Besetzung erwartet, und haben dabei so viel Spaß an Dekonstruktion, dass aus ihrer Musik ein rundherum humorvoller Kommentar zu den Möglichkeiten des Gegenwartsjazz wird.“ (JazzZeitung) // Salim Javaid (sax), Axel Zajac(guit), Jo Beyer (dr)

 

Merzouga © Michael Englert

Merzouga © Michael Englert

MERZOUGA
Merzouga ist ein Ort in der Sahara, wo die Computermusikerin Eva Pöpplein und der E-Bassist Janko Hanushevsky nicht nur den weiten Himmel über der Wüste erlebten, sondern auch, wie still die Welt sein kann. Das bei weitem lauteste Geräusch war das Rieseln von Sand. Die Musik des Kölner Duos ist geprägt von der Erfahrung zahlloser Reisen, Klang-Recherchen, auf denen die beiden Field-Recordings gesammelt haben, von Nordafrika über Südostasien, Indien, Brasilien bis Grönland. Sie ist geprägt von der Erfahrung hektischer orientalischer Märkte gleichermaßen wie vom Knistern und Knacken der Eisberge, das Eva Pöpplein in Musik verwandelt. Janko Hanushevsky spielt seinen E-Bass mit Golfbällen, Stricknadeln und Bürsten, nichts bleibt unversucht, um dem Instrument neue Klangfarben zu entlocken. Mit ästhetisch weitem Horizont, im Spannungsfeld zwischen musikalischem Klang und Geräusch, zwischen konkreten Melodien, Rhythmen und erkennbaren Sounds im Kontrast zu abstraktem Material ist Merzouga unterwegs, die Vielschichtigkeit der tönenden Welt auszuloten und flüchtige Momente der Stille zu finden. // Eva Pöpplein (electr), Janko Hanushevsky (b)

 

 

Mengamo Trio ©Goewecke

Mengamo Trio ©Goewecke

MENGAMO TRIO
„Mengamo“ feiert das Ungezähmte. Rhythmisch komplex, risikobereit, immer in Interaktion und mit der gleichen Liebe zu opulentem Sound wie zum eingängigen Song entfachen die drei gefragten Musiker der Kölner Szene jede Menge Feuer. Das Trio, 2012 gegründet und nicht zuletzt durch Auftritte im legendären Kölner „Stecken“ geformt, besticht durch die Kombination von symbiotischer Rhythmusgruppe und mitreißenden Solo-Landschaften. Auf ihrer Debüt-CD „The One“ (FLOAT Music) vereint das Trio eigene Titel mit ausgefeilten Arrangements von Songs des englischen Singer – Songwriters Nick Drake und der US-Gitarristen-Legende Bill Frisell. Elektronische Klanglandschaften, Progressive-Rock-Anleihen und energetisches Free-Fusion-Spiel bezeugen das breite klangliche Spektrum.Und doch handelt es sich „nur“ um drei Musiker, „die wie Einer spielen, aber wie dunkle Hundert klingen.“ (Peter Mußler) // Sebastian Scobel (org), Philipp Brämswig (guit), Bodek Janke (dr)

 

Hendrika Entzian_Foto von Stefanie Marcus

Hendrika Entzian ©Stefanie Marcus _ Sandra Hempel ©Natascha Protze

ENTZIAN / HEMPEL                                     Diese Gelegenheit lassen sich die beiden nicht nehmen. Spielten sie doch bisher immer „nur“ in größeren Besetzungen zusammen. Vor allem in Hendrika Entzians Quartett bzw. Quintett. Jetzt im Duo. Die Reduktion. Die Essenz? Vielleicht. Wir werden hören. Was werden wir hören? Eigenes, Schönes, Fremdes, Bearbeitetes. Im Dialog. Mit und auf Saiten. Zehn, um genau zu sein. Das verspricht Linien in alle Richtungen, parallel wie gegenläufig. Hendrika und Sandra stammen übrigens beide aus dem nördlichsten aller Bundesländer: Schleswig-Holstein. // Hendrika Entzian (b), Sandra Hempel (guit)

 

 

Schamei Engel_1

Christina Schamei

DUO SCHAMEI / ENGEL 

Die Sängerin Christina Schamei und der Saxophonist Jonas Engel widmen sich in ihrem neuen Duo Projekt neben eigenen Kompositionen und Skizzen auch Stücken, die von Ornette Coleman bis zu Meredith Monk reichen. Mit großer Experimentier- und Spielfreudigkeit lassen sie ganz neue Interpretationen erklingen und räumen den auskomponierten Melodien viele freie, offene Improvisationsflächen ein. Dabei bedienen sie sich verschiedener Qualitäten von Klang, Ton und Geräusch. Das Reizvolle und Spannende dieser Duo-Konstellation ist der Antagonismus aus „Ähnlichkeit“ zwischen Saxophon und Stimme einerseits und „Kontrastierung“ andererseits. Ohne den doppelten Boden einer Rhythmus-Gruppe, aber mit dezentem Einsatz von Live Elektronik entsteht ein wunderbar vielseitiger und fantasievoller musikalischer Dialog, der von elegischen Sounds und lyrischen Texten bis hin zu energetischen Ausbrüchen reicht. // Christina Schamei (voc), Jonas Engel (sax)

 

Jens Böckamp_Foto von Nadine Targiel

Jens Böckamp ©Nadine Targiel

JENS BÖCKAMP & VITALIY ZOLOTOV – „FAVORITE SONGS“
Der Saxophonist und aktuelle WDR-Jazzpreisträger für Komposition sowie der ukrainische Ausnahmegitarrist sind einander seit Studienzeiten an der Hochschule für Musik Köln nicht unbekannt, treffen aber erstmals in dieser intimen Duo Konstellation aufeinander. Auf dem Programm steht an diesem Abend eine gemeinsame Schnittmenge an „Lieblings-Songs“ – vorwiegend der 50er und 60er Jahre – aus R’n’B, Soul, Jazz und auch die eine oder andere davon geprägte Eigenkomposition. Vitaliy Zolotov ist vielen aus Bands wie East Drive, Triosence, dem Duo mit Frank Haunschild und seiner eigenen „Vitime Band“ bekannt. Jens Böckamp (Subway Jazz Orchestra, FLOW Quartet) ist als Saxophonist und Komponist ebenfalls im zeitgenössischen Jazz zu Hause. Der Reiz dieses Projekts liegt darin, den Wurzeln und klaren Songstrukturen treu zu bleiben und der Musik dabei einen modernen und persönlichen Stempel zu verpassen. // Jens Böckamp (ts, ss), Vitaliy Zolotov (guit)

 

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